300 Dinge – Fazit und Commitment

In den vergangenen 30 Tagen hatte ich das Projekt, mich von 300 Dingen zu trennen. Wir hatten einen Umzug vor uns, also mussten 30 Tage lang jeweils zehn Gegenstände raus. Schon in der ersten Woche wurde mir klar, dass angesichts eines Umzugs 300 Dinge ziemlich wenig sind. Insgesamt sind es nun knapp 400 geworden. In der Größenordnung konnten sie unterschiedlicher nicht sein. Es waren Babystrumpfhosen dabei, Kugelschreiber und Lippenstifte, aber auch ein Fernseher, ein PC und ein Kühlschrank. Seit wir zusammen gezogen sind, hatten wir Toaster, Wasserkocher, Waffeleisen und ähnliches doppelt, und jeweils ein Teil wartete im Keller darauf, dass das Pendant seinen Geist aufgab. Ist aber bisher nicht geschehen, also haben jetzt sämtliche doppelt vorhandenen Elektrogeräte den Weg in ein Sozialkaufhaus gefunden.

Dazu habe ich mich von ca. 100 Büchern getrennt. Die meisten habe ich verschenkt, ca. 35 verkauft. Bei booklooker.de verkaufe ich schon seit einigen Jahren, über momox.de habe ich zum ersten Mal ein Paket Bücher verkauft. Insgesamt kamen bei dieser Aktion 125 Euro zusammen.

Meine wichtigste Erkenntnis bei diesem Projekt: ich habe zu viele To-Do-Listen! Da ist nicht nur die eine, die ich schriftlich in meinem Kalender führe. Daneben gibt es die materialisierten To-Do-Listen: Bücherstapel, Zeitschriftenstapel, Papierkram, Fix-it-Stapel, Aufbrauch-Sammlungen und dazu noch diverse digitale „Stapel“. Dass all diese Stapel und Ansammlungen von Dingen To-Do-Listen sind, liegt auf der Hand. Alle Dinge warten darauf, dass sie gelesen, benutzt, be- oder verarbeitet werden. Und da unerledigte To-Do-Listen nicht gerade förderlich sind für ein gutes Lebensgefühl, habe ich beschlossen, sie zu reduzieren. Und zwar so:

1. Ich werde mehr Entscheidungen treffen. Ich übe mich darin, sofort zu entscheiden, was mit den Dingen passieren soll, und sie nicht auf einen Stapel zu legen, um mich irgendwann später noch einmal damit zu beschäftigen.

2. Ich werde Bücher auswählen. Da ich gerne lese und viele neue Ideen aufnehme, sammeln sich bei mir schnell diverse Stapel mit Büchern an, in die ich zumindest mal reinschauen möchte. Hier werde ich ein bisschen experimentieren: ich wähle „Monatsbücher“ aus. Etwa zwei pro Monat, für die ich mir dann ausgiebig Zeit nehme. Alle anderen Bücher wandern zurück ins Regal oder in die Bibliothek.

3. Ich werde darauf achten, was die Schwelle passiert. Ich habe festgestellt, dass die Dinge leichter über die Türschwelle in die Wohnung kommen als wieder raus. Deshalb werde ich die Regel, die für den Kleiderschrank taugt, auf die ganze Wohnung ausdehnen: ein Teil rein – ein (gleichwertiges) raus.

4. Schließlich werde ich das Reduzieren fortsetzen. Nicht mehr 10 Gegenstände pro Tag, sondern nur noch einen. Dafür aber 365 Tage lang. Vielleicht lässt sich eine gute Gewohnheit daraus machen, jeden Tag ein Ding mehr loszulassen.

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Ein Gedanke zu „300 Dinge – Fazit und Commitment

  1. Pingback: spirituell downshiften | Marthori

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