Grüne Smoothies

Seit einigen Wochen steht bei uns täglich grünes Blattgemüse auf dem Speiseplan – in Form von Smoothies. Grüne Smoothies kannte ich bis dahin nicht, außer dass mir der Begriff hier und da mal begegnet ist.

Wie sind wir dazu gekommen?

1. Seit Anfang des Jahres besitzen wir einen Thermomix. Seitdem landet regelmäßig Obst im Mixer, das etwas zu reif geworden ist oder noch in der Kindergarten-Frühstücksbox vom Vortag darauf wartet, einen Abnehmer zu finden. Verarbeitet zu einem „Obstsaft“ – wie es bei unserem großen Kleinen heißt – findet dieses voher eher unansehnliche Obst dann schnell begeisterte Abnehmer. (Grüne-Smoothies-Experten behaupten zwar, dass die Mixfunktion des Thermomix im Vergleich zu den Hochleistungsmixern nur an die Leistung eines durchschnittlichen Haushaltsmixers heranreicht. Das kann ich aber nicht bestätigen.)

2. Mit unserem Umzug hatten wir das Glück, ein großes Gartengrundstück pachten zu können. Darauf wächst alles reichlich und üppig – auch Unkraut viele Wildkräuter: Giersch, Löwenzahn, Brennesseln, Gundermann, Labkraut, Schafgarbe. Das ein oder andere Blättchen Löwenzahn ist seitdem immer mal wieder im „Obstsaft“ gelandet. Allerdings nicht in einer Größenordnung, um das Ganze grün zu färben.

3. Der Anstoß, mich mit grünen Smoothies zu beschäftigen, kam auf einem Mystik-Seminar. Die Meditationslehrerin sagte, wie bedeutend es ist, licht-volle Nahrung zu sich zu nehmen. Ich konnte das nicht richtig einordnen, trotzdem hat es mir sofort eingeleuchtet. Was diese Meditationslehrerin eher mystisch beschrieben hat, klingt in den Worten von Viktoria Boutenko, der Erfinderin der grünen Smoothies, so:

Chlorophyll – das ist der grüne Farbstoff in den Pflanzen – ist so wichtig wie das Sonnenlicht. Ohne Sonnenlicht gäbe es kein Leben und ohne Chlorophyll gäbe es ebenfalls kein Leben! Wenn wir so viel Chlorophyll wie möglich zu uns nehmen, ist das, als badeten wir unsere inneren Organe in Sonnenschein.

Seitdem ich dann angefangen habe, ein bisschen zu recherchieren, kann ich überhaupt nicht mehr verstehen, warum Wildkräuter nicht schon immer auf unserem Speiseplan standen bzw. warum kaum einer davon weiß. Sie enthalten ein vielfaches an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen als unsere Kulturpflanzen, sind somit viel gesünder und obendrein völlig umsonst!

Unser großer Kleiner kennt sich inzwischen schon aus. Er pflückt gern mal ein paar Blättchen Giersch oder sagt auf einem Waldspaziergang: „Da sind Brennesseln, die können wir das nächste Mal in unseren Obstsaft tun.“ Das Wunderbare ist: er trinkt das grüne Blattgemüse tatsächlich! Wo er in der Regel am liebsten Nudeln ohne alles ist, bin ich hell auf begeistert, wenn er grüne Smoothies trinkt. Es ist zwar nicht immer vorhersagbar, ob er die Mischung tatsächlich mag, aber das scheint eher von der Tagesform abzuhängen als vom tatsächlichen Geschmack. Manchmal denke ich: Wow, der Smoothie ist richtig lecker (und süß) geworden, und er verkündet: „Mag ich nicht.“ Und manchmal empfinde ich den Smoothie eher als ein bisschen bitter, und von ihm kommt nur der Kommentar: „Mag ich!“ Und dann er trinkt das ganze Glas leer!

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