Archiv für den Monat Januar 2016

Jahresmotto 2016

Auf die Idee, dem neuen Jahr ein Motto voranzustellen, bin ich zum ersten Mal vor einem Jahr gestoßen, bei MamaDenkt. Sie gefällt mir. Und in diesem Jahr habe ich gar nicht unbedingt gesucht. Es ist eher so, dass die Worte wie von selbst zu mir gekommen sind.

Verbunden Sein.

Das klingt vielleicht alles andere als spektakulär. Es bedeutet mir aber sehr viel. Es geht um viele Ebenen, die da mitschwingen: Verbunden sein…

Mit meinen Kindern. Schon im letzten Jahr hatte ich mir vorgenommen, meine Kinder jeden Tag bewusst zu geniessen. Sie sind einfach so wunderbar. Genial. Witzig. Bezaubernd. Ich will mit ihnen lachen, toben, ausgelassen sein. Jeden Tag. Zudem habe ich mir vorgenommen, viel bewusster den Blickkontakt mit ihnen aufzunehmen. Ich bin so oft in dem Modus ja gleich… ich will nur noch eben… und schaue sie dabei nicht einen Moment an. Diesen Modus werde ich auch im neuen Jahr nicht einfach abstellen können. Aber ich will immer wieder inne halten, ihnen in die Augen schauen, in Verbindung sein.

Mit meinen Freunden. Bei Vivian Dittmar habe ich gelesen, dass Singles im Schnitt fünf enge Freundschaften haben. Wenn sie eine Beziehung eingehen, verringert sich die Zahl (aus Zeitgründen?) auf vier – den neuen Partner inklusive. Unterm Strich verliert man also zwei Freundschaften. Jetzt sind in den letzten Jahren neben meinem Mann noch zwei weitere Wesen in mein Leben getreten, zu denen die Beziehung enger nicht sein könnte. Meine beiden Söhne. Heißt das, dass ich jetzt gar keine Zeit mehr für Freunde habe? Im letzten Jahr hat es sich manchmal so angefühlt. Dass sie alle deutschlandweit verstreut wohnen, macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Trotzdem. Ich möchte wieder mehr Freundschaft leben. Live, am Telefon, via Skype – egal, Hauptsache verbunden!

Mit einer Gemeinschaft. Dieses Thema begleitet mich schon länger. So ganz genau kann ich noch gar nicht fassen, was ich suche. Es geht mir um Menschen, die ähnliche Themen haben: ein „Dorf“ für Kinder, Spiritualität, Naturverbundenheit. Menschen, die ebenfalls etwas bewegen wollen. Menschen, die das auf eine gewisse Art und Weise verbindlich gemeinsam tun. Was genau? Wie genau? Ich weiß es noch nicht.

Mit der Natur. Ich bin ein Teil der Natur, im Grunde ein ziemlich kleiner, unbedeutender Teil, aber verbunden mit allem. Es wird mir immer wichtiger, das zu leben, auch und gerade  zusammen mit meinen Kindern. Ich freue mich auf die Zeit im Garten, im Wald, am Meer – was auch immer 2016 alles kommen wird.

Mit meiner Lebensaufgabe. Dieses Thema beschäftigt mich mehr und mehr. Ich habe einen Beruf, den ich sehr liebe und der mir wunderbare Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Trotzdem arbeitet es in mir. Ich habe den Eindruck, da wird in nächster Zeit etwas an Klarheit gewinnen. Da wird sich etwas herauskristallisieren. Und im Moment bin ich ziemlich ungeduldig, weil ich nicht weiß, was da kommt!

Mit meinem Herzen. Das war vielleicht eine der größten Erkenntnisse im letzten Jahr: Es gibt eine Instanz in mir, die ist verbunden mit einer höheren Wirklichkeit. Und sie gibt mir ziemlich klare Impulse. Die haben nicht gerade viel mit dem zu tun, wie mein Kopf sich die Dinge zurecht legt. Aber sie tun mir gut. Und sie weisen eine Richtung. Dem Ruf des Herzens zu folgen, ist ziemlich aufregend, um nicht zu sagen abenteuerlich. Aber es fühlt sich richtig an. Und wesentlich. Und mit Wesentlichem möchte ich verbunden sein!

Verbunden. Sein. Ich achte darauf, Verbindungen, die mir wichtig sind, bewusst zu leben und zu gestalten. Und ich weiß: Ich bin eingebunden in ein größeres Ganzes. Ich darf SEIN.

Noch mehr Walnussrezepte

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Nüsse knacken ist zurzeit eine unserer liebsten Beschäftigungen. Nach dem Kindergarten kann der große Kleine sich eine halbe Ewigkeit damit aufhalten, Nüsse zu knacken und zu knabbern. Er kommt dabei runter, und nebenbei ist diese Nascherei auch noch ziemlich gesund.

Da unsere Walnussernte so reichlich war, (er)finden wir immer neue Verwendungsmöglichkeiten. Unsere derzeitigen Lieblinge:

Walnuss-Butter: In einem Tagungshaus habe ich das vor kurzem entdeckt. Ich experimentiere immer noch mit der Zusammensetzung. Einigermaßen bewährt hat sich diese: 1 Teil gemahlene Walnüsse mit 2 Teilen Butter vermischen und nach Belieben mit Kräutersalz abschmecken. – Herrlich auf einer Scheibe gutem Brot!

Apfel-Möhren-Rokost: 1 Apfel und 2 Möhren reiben und mit einer Handvoll gehackter Walnüsse und Rosinen vermischen. Mit Olivenöl, Apfelessig und Salz abschmecken. – Ein Rohkostsalat, der sogar (manchmal!) den Kindern schmeckt!

Walnuss-Plätzchen: 350 g Mehl, 250 g weiche Butter, 70 g Zucker, 125 g geriebene Walnüsse mit einer Prise Salz zu einem Mürbeteig kneten. Den Teig ca. 1 cm dick ausrollen und in Rauten schneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 200° ca. 10-15 Minuten backen. 100 g Zartbitterkuvertüre schmelzen und auf die abgekühlten Plätzchen träufeln. – Die schmecken auch noch, wenn die Weihnachtszeit so langsam zu Ende geht…

Verlinkt bei naturkinder.

Highlights 2015

Diese Zeit „zwischen den Jahren“ ist wunderbar! Schlafen, lesen, unterm Weihnachtsbaum sitzen und spielen, mit Kaffee und Kalender in der Hand das letzte Jahr Revue passieren lassen…

Mit Umzug und Wiedereinstieg in den Beruf war dieses zurückliegende Jahr schön und fordernd zugleich. Neuorientierung war angesagt. Und Ankommen. In der neuen Stadt haben wir weder Verwandte und Freunde in der Nähe noch ein soziales Netzwerk vor Ort, das man als Familie einfach braucht. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen“ – diese viel zitierte Weisheit beschäftigt mich nachhaltig. Sei es durch die Clan-Idee des artgerecht-projekts, sei es dadurch, ein (afrikanisch angehauchtes) Dorf auf Zeit erlebt zu haben (dazu an anderer Stelle mehr). Gemeinschaft ist eines der großen Themen des vergangenen Jahres. Und es wird eins sein im neuen Jahr!

Die Highlights des vergangen Jahres gehören für mich zu diesen Bereichen:

Draußen-Zeit: arbeiten, spielen und feiern im Garten, ein Weidentipi bauen, Walnüsse ernten, Waldnachmittage mit einem Kindergartenfreund unseres großen Kleinen, Eseltrekking, Kaulquappenfänge, Radeln mit E-Bike und Lastenfahrrad, Zeit im Sand, am Strand, am Meer.

Inspirierende Lektüre: Mehr Matsch!, Achtsame Kommunikation mit Kindern (Daniel Siegel), Beziehungs-weise (Vivian Dittmar), Spiritual Parenting, Herzverstand (Rüdiger Schache), Die Weisheit Afrikas (Malidoma Somé)

Inspirierende Seminare gehören für mich jedes Jahr dazu! 2015 war jede Entscheidung ein Glücksgriff: Mystik und Coaching mit Sabine Bobert, Systemaufstellungen auf dem Schwanberg mit Friedrich Assländer und ein afrikanisches Trauerritual mit Sobonfu Somé. Alle drei haben mit einer geerdeten Spiritualität, mit der Kraft der Gefühle und mit der Verbindung zu den Wurzeln und zu einer umfassenderen Wirklichkeit zu tun. Alle drei werden mich auf die ein oder andere Weise auch im neuen Jahr beschäftigen. Und ich bin unendlich dankbar für die Impulse, die ich auf diesem Wege im zurückliegenden Jahr bekommen habe.

 Verlinkt bei karminrot.

Artgerecht-Planer 2016

Der artgerecht-Planer ist mir vor einem Jahr quasi in den Schoss gefallen. Anfang des Jahres war ich immer noch auf der Suche nach einem passenden Kalender. Und zufällig habe ich zur rechten Zeit auf die richtige Seite beim artgerecht-projekt geklickt. Bestellt. Geliefert. Begeistert.

In diesem Jahr habe ich den Kalender regelrecht erwartet. Jetzt liegt er vor mir, ganz jungfräulich noch, und wartet auf die ersten Eintragungen. Nach wie vor bin ich froh über diese Entdeckung. Format, Aufmachung, Jahresziele, Planungstools, viel Raum für Notizen – all das passt für mich perfekt zusammen.

Am meisten haben mich aber die Wochenmantras begeistert. Für jede Woche gibt es ein Mantra, eine Lebensweisheit, einen Gedankenimpuls. Sehr lebensnah, erfahrungsgesättigt und oft mit einem Augenzwinkern. So hat es der Planer echt in sich!

Manche Mantras sind mir in Fleisch und Blut übergegangen. Diskutiere nicht mit einem müden Kind, zum Beispiel. Oder diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind. Jedes Mal, wenn sich bei uns gerade wieder eine mittelschwere Katastrophe ankündigt, gehe ich diese Mantras innerlich durch. Haben sie Hunger? Was können sie jetzt essen, um bis zur nächsten Mahlzeit zu kommen? Joghurt, Müsli, Fruchtriegel? Oder sind sie müde? Dann nicht auf Prinzipien rumreiten, wo immer möglich nachgeben und auf schnellstem Wege ins Bett! Das klingt eigentlich so banal, dass es kaum der Rede wert sein dürfte. Vor einem Jahr hatte ich das aber nicht so klar. Mantras sind wunderbar!

Viele andere Mantras haben mich beim Lesen sehr berührt. Das kann schon mal passieren ist ein Satz, der jede kritische Situation wunderbar entschärft. Fehler sind erlaubt kann man sich selbst einfach nicht oft genug sagen, denn: „Stress, Schuld und Selbstvorwürfe machen aus Eltern keine besseren, sondern gestresstere Eltern.“

Gerade weil mich diese Impulse so durchs Jahr begleitet haben, war ich enttäuscht, als ich gesehen habe, dass sich im neuen Kalender viele Mantras wiederholen. Wer neu auf den artgerecht-planer stößt, merkt das nicht, aber für Wiederholungstäter wie mich hätte ich mir mehr frischen Input gewünscht. So werde ich die neuen Mantras halt umso intensiver lesen.

Als alleiniges Planungstool komme ich mit dem Kalender allerdings nicht aus. Der Raum für die Wochenplanung ist mir zu knapp bemessen, weil ich viel Kleinkram erledigen und im Kopf behalten bzw. auf Papier festhalten muss. Daher gibt’s nebenher noch ein Allzeit-bereit-Notizbuch mit Symbolen à la bullet-journal. Beides zusammen hat sich im vergangenen Jahr super bewährt!