Archiv für den Monat April 2016

Faszination Wasser

Ein ganzer Tag draußen, abseits des Großstadtgetriebes. Wie sehr wünsche ich mir für meine Kinder, dass sie möglichst viel von dieser unverplanten Draußen-Zeit erleben. Das Element Wasser hatte heute die größte Anziehungskraft.

Wir wollten nachschauen, ob in dem Teich, in dem wir letztes Jahr die Kaulquappen entdeckt haben, schon Froschlaich zu finden ist. Es war weit und breit (noch?) nichts zu sehen. Aber während wir am Ufer hin und her gelaufen sind, hüpfte es auf einmal zwischen unseren Füßen. Ich weiß nicht, wer sich mehr erschrocken hat – wir oder die Tiere? Mit großen Sätzen retteten sich zwei Frösche ins Wasser. Von hier aus haben wir uns gegenseitig aufmerksam und kritisch beäugt.

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Wenn die Kinder führen dürfen, weiß man vorher ja nicht so genau, was passieren wird. Die Attraktion auf unserem Weg war eine Steinbrücke über einen kleinen Bach und ein paar vertrocknete Äste. Die Kinder waren eine halbe Ewigkeit beschäftigt, Stöcke zu suchen, sie ins Wasser zu werfen und dann von einer Seite der Brücke auf die andere zu laufen, um zu sehen, wann sie unten durch schwimmen.

Dann hat uns noch eine tote Amsel beschäftigt. Ob sie wohl Kinder hat, die auf sie warten und ihre hungrigen Schnäbel aufreißen?

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Und das hier war unser Abendessen: Pasta mit Wildkräuterpesto aus frischem Bärlauch. Lecker!

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Ein Grünzeug-Beitrag bei den Naturkindern und zu Gast beim Samstagsplausch.

Kräuter-Küche

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Ich liebe Suppen und ich liebe das Kochbuch von Marion Grillparzer: 33 magische Suppen. Als ich es vor Jahren das erste Mal in der Hand hatte, konnte mit einem Rezept wie der Neun-Kräuter-Suppe nichts anfangen. Was ist denn, bitte schön, Gundermann oder Kerbel? Und wo bekommt man Brennnesseln oder Sauerampfer? Heute laufe ich durch unseren großen, wilden Garten und freue mich über jedes UnKraut, das seine grünen Blätter der Frühlingssonne entgegen streckt. Ich (er)kenne sie bei weitem nicht alle, aber in dem Kräuter-Süppchen sind eine ganze Reihe von ihnen gelandet: Löwenzahn, Giersch, Knoblauchsrauke, Brennnesseln, Schafgarbe, Gundermann und Gänseblümchen. Und vom Wochenmarkt gab’s noch einen Bund Bärlauch dazu.

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Wer die Suppe nachkochen möchte:

Etwas Butter in einem Topf zerlassen und eine Zwiebel darin  glasig dünsten. (Wer weder Knoblauchsrauke noch Bärlauch verarbeitet, fügt noch eine Knoblauchzehe hinzu.) Mit 1 EL Mehl bestäuben und anschwitzen. Ca. 1/2l Gemüsebrühe und einen halben Becher Sahne zugeben und kurz aufkochen. Die Kräuter (ca. 100-150g) hinzufügen und pürieren. Einmal kurz aufwallen aber nicht mehr kochen lassen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Zugegeben: Den Kindern macht das Sammeln der Kräuter mehr Spaß als das Essen dieser Kräuter-Suppe. Sie schmeckt schon sehr herb und ist eher nicht nach Kindergeschmack. Kräuterbutter lieben sie dagegen sehr! Also habe ich das ein oder andere Blättchen abgezweigt und zu einer frischen Kräuterbutter verarbeitet.

Guten Appetit!

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Wenn das kein Grünzeug ist!