Archiv für den Monat Januar 2017

Wie kommt man raus aus dem Hamsterrad?

Ich habe darauf keine Antwort! Nur eine Problemanzeige. In den Worten von Gerald Hüther. Sie machen mich betroffen, wütend und ratlos. Und besorgt im Blick auf unsere Kinder. Denn sie sind so wahr!

Nun sind wir, erwachsen und der Kindheit entwachsen, aus dem Staunen längst heraus. Die Pflicht, die Verantwortung, die Gewöhnung hat verschüttet, was war. Das Einfache ist kompliziert geworden. Das Langsame schnell. Das Große klein. Wir nehmen uns nicht mehr Zeit, die Zeit nimmt uns. Wir drehen am Rad. Sind müde und erschöpft, fühlen uns ausgelaugt und überfordert. Der Takt der Arbeitswelt diktiert den Alltag, er bestimmt unsere Beziehungen, unsere Verhältnisse, unser Denken. Der technische Fortschritt, der soziale Wandel und das Tempo des Lebens – wir erfahren es täglich – lassen uns zunehmend ratlos zurück. Das Leben ist zu einem Stresstest geworden, effizient soll es sein, perfekt, optimiert. Alles muss Sinn machen, einen Zweck haben, unser Dasein ist Analyse. Wir werten und werden bewertet, der Wettbewerb hat auf allen Ebenen Besitz von uns ergriffen. Bei der Wahl eines Partners, bei der Geburt eines Kindes, im Job und in der Freizeit. Wir sind vernetzt und verdrahtet und unsere Köpfe voll von Bildern. Wir kommen kaum nach, diese zu ordnen. Haben für alles ein Wort und für nichts mehr Zeit. Denken daran, was wird und was war. Wir rasen durchs Sein und vergessen zu sein, beugen uns wie selbstverständlich Zwängen, ohne sie in Frage zu stellen, und liefern uns einem System aus, das von drei Wörtern beherrscht wird: Ich. Alles. Sofort. Das ist die eilige Dreifaltigkeit unserer Tage.

(aus: Gerald Hüther, Uli Hauser – Jedes Kind ist hoch begabt; Hervorhebungen von mir)

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Artgerecht-Planer 2017

Der artgerecht Planer 2017 - Hardcover (mit dem weekview Zeitplansystem)

Da ich im Moment noch winterlich langsam unterwegs bin, habe ich meinen neuen Kalender erst heute in Besitz  und Gebrauch genommen. Bereits zum dritten Mal habe ich jetzt den argerecht-Planer, und ich bin nach wie vor begeistert von diesem übersichtlichen, kompakten und inspirierenden Planungstool. Nach wie vor überzeugen mich die inneren Werte. Träumen. Planen. Leben. lautet das Motto.

In diesem Jahr hat aber auch die äußere Gestaltung dazu gewonnen. Zum ersten Mal ist der Planer auch in einer Hardcover-Version erhältlich. Das lässt hoffen, dass sich bei intensiver Nutzung einzelne Seiten nicht schon Anfang Mai wieder verabschieden. Zudem gibt es dieses Mal kein Cover-Foto, sondern der Kalender erinnert eher an ein edles Notizbuch. Ganz nach meinem Geschmack! Und die – wie ich finde – durchaus provozierende Aufschrift „artgerecht“ tritt dadurch noch mehr in den Mittelpunkt. Es gab schon die ein oder andere Nachfrage: „Artgerecht-Planer? Was ist das denn?“ Ein guter Einstieg, um ins Gespräch zu kommen…

Ebenfalls neu sind die zwei Lesebändchen. Das erleichtert die Orientierung und hat mir bisher gefehlt. Das Gummiband sorgt zu guter Letzt dafür, das der Planer in der Tasche nicht zerfleddert.

Jetzt liegt der Kalender vor mir, noch weitgehend unbeschrieben – so wie das neue Jahr. Nur Flecken hat er schon, weil mein Mann schon Kaffee drüber geschüttet hat. Naja, vielleicht wird es einfach ein besonders anregendes Jahr werden…!