Plastikfrei im Bad

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… sind wir noch lange nicht! Aber was nicht ist, kann ja noch werden! In den letzten Wochen hat sich bei uns da einiges getan. Durch einen Zero-Waste-Workshop habe ich jede Menge neue Ideen bekommen. Im Bad sieht das jetzt zum Beispiel so aus (von links nach rechts):

Selbstgemachte Creme. Ich experimentiere noch mit der Zusammensetzung: 4 Teile Olivenöl und 1 Teil Bienenwachs waren für meinen Geschmack etwas zu fest geworden. Aber wunderbar pflegend ist diese Creme. Und sie enthält keinen Schnickschnack!

Deocreme. Hier habe ich mich noch nicht ans Selber-machen gewagt. Und die Deocreme von Wolkenseifen kommt leider nicht plastikfrei daher. Trotzdem bin ich damit absolut zufrieden. Denn die Creme auf Natronbasis ist so ergiebig und kann so sparsam verwendet werden, dass ich mit einem Tiegel bestimmt ein ganzes Jahr lang auskomme. Zudem spare ich auch noch Wäsche, weil das Deo so wirksam ist, dass ich T-Shirts inzwischen wieder zwei Tage hintereinander trage.

Haarseife. Ich hatte schon öfter von Haarseifen gehört, konnte mir aber bisher nie vorstellen, wie das bei langen Haaren funktionieren soll. Dass es so einfach geht, hätte ich nicht gedacht: Die Haare anfeuchten, die Seife über die Haare reiben, ausspülen. Da ich mir fürs erste Experimentieren nicht gleich eine Haarseife kaufen wollte, brauche ich erst mal einen Rest Aleppo-Seife auf, der übrig geblieben ist, als ich das letzte Waschmittel gemacht habe.

Selbstgemachtes Duschgel. Etwa zwei Esslöffel fein geriebener Seife in 200 ml heißem Wasser auflösen. In eine leere Flasche füllen, abkühlen lassen. Fertig.

Zahnputz-Tabletten. Die waren absolut neu für mich. Man zerkaut sie mit den Schneidezähnen und putzt dann wie gewohnt die Zähne. Passend dazu habe ich eine kompostierbare Zahnbürste aus Bambus erstanden. Und – nicht im Bild – Zahnseide in einem Glasflakon, nachfüllbar natürlich.

Slipeinlagen. Waschbar und langlebig. Wollte ich auch schon länger ausprobieren. Jetzt habe ich es gemacht – und bin überzeugt! Der Stoff fühlt sich angenehm an, den Druckknopf spürt man nicht (nur eine längere Fahrradtour würde ich damit nicht machen) und bei der Wäsche fallen sie nicht ins Gewicht. Und schicker aussehen als ihre Einweg-Pendants tun sie allemal!

Einfach nachhaltig besser leben – heute bin ich hier zu Gast!

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6 Gedanken zu „Plastikfrei im Bad

  1. Marlene

    Hallo! ich finde, du hast genau die wichtigsten Sachen angesprochen, um schon einen grossen Teil Plastik aus dem Bad zu schmeissen. Wir sind auch nicht plastikfrei, aber ich bin z.B. auf Haarseife und Seifenstücke zum Duschen und Händewaschen umgestiegen. Das hält lange, ist in Papier eingepackt und produziert somit keinen Plastikmüll. Zahnseide im Glasflakon ist auch qualitativ die beste, die wir je probiert haben. Zahnputztabletten und Bambuszahnbürste nehme nur ich, da traut sich die Restfamilie noch nicht ran. Aber ich bin sehr zufrieden und auch das muss man nicht ständig nachkaufen. Und das aller-müllsparenste ist natürlich Monatshygiene mit Menstruationstasse und Slipeinlagen aus Stoff… Viele liebe Grüsse und danke fürs Mitmachen bei „einfach.nachhaltig.besser.leben.“,
    Marlene

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  2. Daniela

    Hallo! Da hast du ja schon einiges umgesetzt. Ich hab mich auch als erstes (und bislang einzigen Schritt) dem Bad zugewandt. Wir verwenden seither nur noch feste Seife zum Duschen und Hände waschen. Wie Marlene schon schrieb, ist das viel ergiebiger und mit dem gleichen Geld kann man sich somit eine hochwertige Seife gönnen.
    Welche Zahnputztabs hast du? Ich kenne nur die Toothy Tabs von Lush, bin grundsätzlich auch sehr angetan davon (wenn auch weniger vom Preis), finde es nur ein bisschen öd, dass die wieder in Plastik verpackt daher kommen.
    Selbstgemachtes Deo kann ich übrigens nur empfehlen. Maria von Widerstandistzweckmaessig hat dazu ein Rezept für Deocreme veröffentlicht, das ich nur wärmstens weiterempfehlen kann. Es wirkt viel, viel besser als alle Kauf-Deos.

    LG, Daniela

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    1. inwachsendenringen Autor

      Hallo Daniela!
      Ja, plastikfrei im Bad ist wirklich relativ einfach umzusetzen – wenn man ein paar gute Ideen hat und entsprechende Artikel auch kaufen kann. Ich habe das Glück, dass wir einen „unverpackt“-Laden in unmittelbarer Nähe haben. Da habe ich auch die Zahnputztabletten her – ganz ohne Verpackung! 🙂
      LG, Katja

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  3. marys.kitchen

    Das ist eine nette Übersicht 🙂
    Creme selbermachen klingt auch klasse, nur brauch ich so selten Creme, dass sich das für mich bisher irgendwie noch nicht „rentiert“ hat. Daher greife ich meist zu Öl direkt.
    Zahnputztabletten finde ich eine tolle Erfindung, hab wie Daniela die von Lush (Vorratskauf in UK, schön in Pappkartons), aber ich nutze ich meist nur auf Reisen.
    Deine Slipeinlagen schauen sehr nett aus, hast du die mit der Overlook gesäumt?
    Seitdem ich Slipeinlagen und Binden aus Stoff habe, möcht ich sie gar nicht mehr missen. Nur bei langen Radtouren brauch ich eine Variante mit Klettverschluss (oder Falttechnik) – die muss ich mir langsam auch mal nähen, da gerade auf dem Rennradsattel die Druckknöpfe stören…

    Danke für den Einblick, der gibt mir mal wieder einen Wink so manches (Deo, Zahnseide) zu überdenken.

    Liebe Grüße,
    Maria

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    1. inwachsendenringen Autor

      Hallo Maria!
      Das Schöne an selbstgemachter Creme ist, dass man sie in kleinsten Mengen anrühren kann – immer frisch! 🙂
      Die Slipeinlagen sind nicht selbst gemacht, sondern gekauft (Ellas House).
      (Wäre schön, wenn ich erstens mal wieder Zeit zum Nähen finden würde und zweitens eine eigene Overlook-Maschine hätte…)
      Eine Variante mit Klettverschluss für die Fahrradtouren hört sich gut an!
      Liebe Grüße, Katja

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